Die Vorsorge für eine Krisensituation

Heutzutage wird in den städtischen Haushalten Deutschlands kaum noch über Vorratshaltung für den Fall eines überraschend auftretenden Versorgungsengpasses nachgedacht. Es gibt Lebensmittel aus dem In- und Ausland in Hülle und Fülle und die Quelle scheint nicht zu versiegen. Eine kontrollierte Vorratshaltung wird in der Regel als überflüssig erachtet.

Öffentlicher Versorgungsengpass

Aber auch in Europa sind Krisensituationen denkbar, wie z.B. Kernreaktounfälle, Tierseuchen oder Naturkatastrophen, die zu Versorgungsengpässen aufgrund einer Verknappung oder des Wegfalls von Nahrungsmitteln führen können.

Pflicht des Staates zur Vorratshaltung

Natürlich steht der Staat in der Pflicht, für Notstände dieser Art bestimmte Vorräte zu halten. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter "Die staatliche Ernährungsvorsorge: Maßnahmen zur Überbrückung von Versorgungsengpässen in Krisensituationen". Da aber niemand garantieren kann, dass in Krisensituationen der Zugang zu den Vorräten für jedermann möglich ist, bleibt die Anschaffung eines persönlichen Notvorrats unerlässlich.

Privater Notvorrrat

Es empfiehlt sich, grundsätzlich einen Vorrat an Lebensmitteln für einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen im Haus zu haben, um sich und seine Familie im Notfall zu versorgen. Da bei bestimmten Ereignissen auch ein Stromausfall auftreten kann, sollten Tiefkühlprodukte nicht in die Notfallplanung einbezogen werden.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat eine Liste über einen Nahrungsmittelvorrat für eine Person für 2 Wochen bei einem Energieverbrauch von ca. 2.200 kcal pro Tag erstellt.
Zu den dort aufgeführten für den Vorrat notwendigen Lebensmittelgruppen gehören:

  • Getreide, Getreideprodukte,
  • Brot, Kartoffeln
  • Gemüse,
  • Hülsenfrüchte
  • Obst, frisch (Äpfel, Birnen, Bananen, Zitrusfrüchte)
  • Getränke inklusive Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln wie z.B. Teigwaren und Reis
  • Milch, Milchprodukte
  • Fisch, Fleisch, Eier (Kann auch durch Vollei im Tetrapack ersetzt werden).
  • Fette, Öle sowie
  • Sonstiges nach Belieben z.B. Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz
  • Fertiggerichte (z.B. Ravioli, getrocknete Tortellini, Fertigsuppen)
  • Kartoffeltrockenprodukte (z.B. Kartoffelbrei), Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen

Die genaue Auflistung der Lebensmittel mit Gewichtangaben für einen Vorrat für 14 Tage für eine Person findet sich auf der Internetseite des Bundesministeriums für Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz www.ernaehrungsvorsorge.de.

Um den Bedarf an Produkten für einen Mehrpersonenhaushalt zu berechnen, bietet das Bundesministerium zudem auf selbiger Seite einen für jeden Bürger kostenlos nutzbaren Vorratskalkulator an, mit dem man den individuellen Gesamtbedarf an Notvorräten für seine Familie sehr einfach errechnen kann.