Vorratshaltung im Haushalt

In den städtischen Haushalten Deutschlands wird heutzutage weitgehend auf eine gut überdachte Vorratshaltung verzichtet.
Man ist es gewohnt, die gewünschten Lebensmittel und sonstigen Verbrauchsartikel bei Bedarf in Supermärkten und Einzelhandel vorrätig zu finden. Über mögliche Versorgungsengpässe wird in Friedenszeiten nicht mehr viel nachgedacht. Aber auch die sonstigen Vorteile der Vorratshaltung außerhalb einer Krisensituation sind vielen Menschen nicht mehr bewusst.

Vorteile der Vorratshaltung

Eine sinnvolle Vorratshaltung erfordert anfangs etwas Aufwand, der aber gegenüber den daraus entstehendn Vorteilen nicht ins Gewicht fällt. Überzeugen Sie sich selbst:

1. Zeitersparnis

Eine gute Vorratshaltung verhindert ständiges Einkaufen für den täglichen Bedarf. Durch eine kluge Wochenplanung und einen festen Bestand an Grundnahrungsmitteln lassen sich die für Einkäufe bisher aufgebrachten Zeiten stark minimieren.
Hinzu kommt die Zeitersparnis beim Zubereiten und portionsweisem Einfrieren größerer Mengen. Man erhält mehrere Mahlzeiten durch einen Kochvorgang.

2. Kostenersparnis

Bei Lebensmitteln, die regelmäßig benötigt werden, sollte man bei Sonderangeboten einen größeren Vorrat einkaufen, sofern die Ware lagerfähig (u.a. im Tiefkühlschrank) ist.
Gleiches gilt für Saisonware, die man zur Erntezeit in größeren Mengen einkauft und einfriert, da sie außerhalb der Erntezeit viel teurer ist.
Auf diese Weise hilft Ihnen eine geschickte Vorratshaltung, Geld zu sparen.


3. Gesundheit

Selbstzubereitete, gut proportionierte und tiefgekühlt oder in Gläsern eingemachte Vorräte geben Ihnen Sicherheit über die Inhaltsstoffe (keine Konservierungs- oder Farbstoffe) und über den Zustand der verarbeiteten Lebensmittel (keine schimmligen Früchte in der Marmelade). Zudem bestimmen Sie selbst, wieviel Fett oder Zucker in den Speisen enthalten sind. Sie bestimmen damit selbst, wie gesund Sie sich ernähren.

4. Praktikabilität

Aus einem guten Grundstock an Vorräten läßt sich immer etwas zubereiten, z.B. wenn unerwartet Gäste vorbeikommen oder Ihre Kinder Freunde mit nach Hause bringen.
Selbstzubereitete Speisen lassen sich gut zum Einfrieren proportionieren, so dass man bei Bedarf immer die richtige Menge parat hat und nichts verschwendet.

5. Unabhängigkeit von Ladenöffnungzeiten

Vorräte machen unabhängig von Ladenöffnungszeiten und von langen Schlangen an der Kasse zu den Hauptgeschäftszeiten.

6. Notvorrat im Fall eines Verorgungsengpasses oder einer Katastrophe

Leider sind auch heutzutage Krisen und Katastrophen nicht ganz auszuschließen, wie im Falle von Tierseuchen, Terror (Gas, Gift), Kernreaktorunfällen oder einer Naturkatastrophe ( z.B. Hochwasser).
Diese Situationen können durchaus zu einer Verknappung von Lebensmitteln und folglich zu Versorgungsengpässen führen.
Informationen dazu, wie der Staat Vorsorge zu treffen hat, um im Notfall die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu gewährleisten und zur Frage, wie Sie selbst durch eine private Vorratshaltung zu Ihrer Versorgung in Notfällen beitragen können, hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für Sie zusammengestellt.

Vorratsliste

Was sollte man auf jeden Fall stets im Haus haben?

  • Mehl, Zucker
  • Salz, Pfeffer, Öl, Essig
  • Gewürze, Trockenkräuter
  • Nudeln, Reis
  • Kaffee, Tee
  • Ketchup, Mayonaise, Senf
  • Wasser / Lieblingsgetränk
  • Frühstückscerealien (Haferflocken, Müsli, Cornflakes etc.)
  • H-Milch (für den Notfall)
  • Aufbackbrötchen (für den Notfall)
  • Tiefkühlkost oder Dosen: Gemüse, Fleisch, Teigwaren, Obst , Fertigmahlzeiten etc.